Das sind wir

DER STADTTEIL
Das Gebiet unserer Gemeinde umfasst die Düsseldorfer Stadtteile Oberkassel, Niederkassel und Lörick und Teile von Heerdt. Geographisch liegen diese Stadtteile als Stadtbezirk 4 in einem Rheinbogen gegenüber der Düsseldorfer Innenstadt, mit der sie durch drei Brücken verbunden sind. Wir leben hier also citynah, haben eine sehr gute Anbindung an den öffentlichen  Personennahverkehr und verfügen gleichzeitig mit den Rheinwiesen vor der Haustür über ein Naherholungsgebiet.

Das Oberkasseler Stadtbild ist geprägt von einer geschlossenen Besiedlung mehrstöckiger Wohnhäuser, im Wesentlichen erbaut um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert, darunter viele Jugendstilhäuser. Niederkassel ist in seinem historischen Kern dörflicher strukturiert. Alte Bauernhäuser wurden zu Wohnhäusern oder auch Büros umgebaut. Im Bereich der Lotharstraße sind gehobene Einfamilienhäuser und Villen entstanden. Lörick ist durch die Bebauung mit einstöckigen Reihenhäusern und Mehrfamilienreihenhäusern aus den 50er und 60er Jahren des 20. Jahrhunderts gekennzeichnet, die durch den Generationswechsel aber nach und nach baulich erneuert werden.

Das linksrheinische Düsseldorf ist ein sehr beliebter Wohnstandort in Düsseldorf, was sich in den Miet- und  Eigentumspreisen niederschlägt. Auf den wenigen verbliebenen Freiflächen sind in den letzten Jahren große neue Wohnquartiere (Heinrich-Heine-Gärten, Belsenpark), aber auch neue  Verwaltungsgebäude (Vodafone am Seestern) entstanden. Neuer Wohnraum entsteht weiterhin an der Grenze zu Büderich (Willstätter Straße).

DIE MENSCHEN
Laut Sinusstudie aus dem Jahr 2020 sind die vorherrschenden Milieus in Oberkassel, Niederkassel und Lörick „Performer“, „Liberal-Intellektuelle“, „Adaptiv-Pragmatische“, Konservativ-Etablierte“ und „Bürgerliche Mitte“.

Ein großer Anteil der Bevölkerung gehört zu einer gehobenen Einkommensschicht. Es gibt einen hohen Anteil an akademisch ausgebildeten  Selbstständigen und Angestellten. Der Stadtteil ist sehr kinderreich, allerdings ziehen auch viele Familien mit größer werdendem Platzbedarf fort. Insgesamt ist die Fluktuation der Bevölkerung sehr hoch. Es leben auch viele ältere Menschen im Stadtteil. Derzeit gibt es ca. 5.400 Gemeindeglieder.

Das linksrheinische Düsseldorf ist weiterhin geprägt von einem hohen Anteil japanischer und zunehmend auch chinesischer Bevölkerung. In einem japanischen Kulturzentrum mit einem buddhistischen Tempel wird ein reiches Kulturprogramm organisiert. Die japanische evangelische Gemeinde nutzt die Auferstehungskirche.

DAS UMFELD
Im Stadtteil Heerdt gibt es die eigenständige Evangelische Kirchengemeinde Düsseldorf-Heerdt mit dem Paul-Gerhard-Haus. Fusionsüberlegungen sind bislang nicht umgesetzt. Zu dem linksrheinischen römisch katholischen Seelsorgebereich mit der Kirchengemeinde St. Antonius/St. Benediktus (mit drei Kirchgebäuden) bestehen gute Beziehungen.

In Lörick gibt es eine Moschee, die von der islamischen Bevölkerungsgruppe im linksrheinischen Düsseldorf und angrenzenden Gebieten genutzt wird.

Die Bunkerkirche in Heerdt wird von der koptischen Gemeinde Düsseldorf genutzt. Im Gemeindegebiet liegen Kindertagesstätten (vier von der Diakonie Düsseldorf betriebene evangelische, die religionspädagogisch von den Pfarrer*innen der Gemeinde betreut werden und je zwei städtische, private, katholische und japanische Einrichtungen), Grundschulen (eine evangelische, eine katholische und zwei städtische), eine Realschule, zwei Gymnasien und die japanische Schule mit weiteren Bildungsangeboten. In der evangelischen Friedrich-von-Bodelschwingh-Grundschule und in der GGS Lörick werden die wöchentlichen Schulgottesdienste von den Pfarrer*innen der Gemeinde durchgeführt und von einem Kirchenmusiker begleitet. Zum Comenius-Gymnasium besteht ein enger Kontakt, der zu regelmäßigen von Schüler*innen mitgestalteten Gottesdiensten führt.

Im Stadtbezirk gibt es mehrere Sportvereine mit Sportanlagen wie z.B. Tennis, Hockey und Fußball. Zudem sind Schützen- und Karnevalsvereine angesiedelt. Städtische  Jugendfreizeiteinrichtungen sind das Rondell und der Abenteuerspielplatz. Kulturelle Angebote bieten das Theater an der Luegallee, ein Programmkino und ein Kinozentrum, das Evangelische Familienbildungswerk (efa) und die Arbeitsgemeinschaft Sozialpädagogik und Gesellschaftsbildung e.V. (ASG).

Das Dorothee-Sölle-Haus der Diakonie Düsseldorf an der Hansaallee bietet einen Wohnpark, Tagespflege, Kurzzeitpflege und vollstationäre Pflege. In Oberkassel gibt es weiterhin Angebote für Menschen ab 50 im Zentrum Plus, die Beratungsstelle für Familie, Ehe und Leben und die Familienzentren Wildenbruchstraße und Wettiner Straße. Im Gemeindebereich sind auch AWO und Caritas sowie private Pflegedienstanbieter tätig. In Lörick gibt es ein Wohnstift mit 480 Bewohnern, in dem die Kirchengemeinde alle 14 Tage im Wechsel mit der katholischen Gemeinde Gottesdienste abhält.

Seit Januar 2015 gibt es einen Runden Tisch für die Flüchtlingsarbeit unter Leitung des katholischen Pfarrgemeinderats. Dort ist unsere Gemeinde vertreten. Die sozialen Angebote für die Bewohner der Flüchtlingsunterkunft Oberlöricker Straße verantwortet der Sozialdienst katholischer Frauen und Männer Düsseldorf e.V. (SKFM).

DIE GEMEINDE
Personal
Hauptamtliche
Eine Pfarrer, eine Pfarrerin mit jeweils vollen Stellen, eine Jugendleiterin mit voller Stelle, ein A-Kantor mit voller Stelle, eine nebenamtliche C-Musikerstelle mit 4 Wochenstunden,
ein Küster mit voller Stelle, ein nebenamtlicher Küster mit 6 Wochenstunden, Mitarbeiterin im Gemeindebüro mit 25 Wochenstunden.

Ehrenamtliche
Eine Prädikantin und ein Prädikant, Presbyter/Presbyterinnen, Ausschussmitglieder (Ausschüsse bestehen für folgende Bereiche: TGK – Theologie, Gottesdienst und Kirchenmusik -, Ausschuss AOK – Arbeitskreis Organisation Kirchenmusik -, Finanzen und Personal, Bauen, Kinder und Jugend, Diakonie, Öffentlichkeitsarbeit), Besuchsdienstkreise, Frauenhilfe, Teamer im Kindergottesdienst, in der Konfirmandenarbeit, in den Kinder- und Jugendgruppen und im Kirchencafé „Em Örjelche“, Austräger der Gemeindebriefs, Sänger/Sängerinnen der Chöre und viele mehr – alle tragen entscheidend dazu bei, dass unsere Kirchengemeinde funktioniert und sich stets weiterentwickelt und verändert.

Gemeinderäume
Die Gemeinde hat eine Gemeindekirche, die an der Kreuzung Arnulfstraße/Quirinstraße gelegene Auferstehungskirche, die 1914 in Dienst genommen wurde. Die aus Backsteinen erbaute und unter Denkmalschutz stehende Kirche ist Teil eines großzügig angelegten Gemeindezentrums u.a. mit dem in 2017 frisch renovierten großen Festsaal unter der Kirche. Neben der Kirche
befindet sich das an mehreren Wochentagen geöffnete kleine und feine Kirchencafé „Em Örjelche“, das von Ehrenamtlichen betrieben wird und als Treffpunkt ein fester Bestandteil des Gemeindelebens ist. Das Außengelände bietet neben dem Platanenplatz vor der Kirche einen großen Garten hinter der Kirche. Seit ihrer Erbauung Anfang der 1960er Jahre bildete die Philippus-Kirche das Zentrum unserer Gemeinde in Lörick. Mit dem Wegfall der dritten Pfarrstelle sahen wir uns im Jahre 2019 gezwungen, die Philippus-Kirche zu entwidmen. Die
Gemeinde plant auf dem ca. 6.000 qm großen Gelände den Neubau der bereits am Grevenbroicher Weg vorhandenen Kindertagesstätte und geeigneter Räume für ein gemeindliches Ehrenamtszentrum. Darüber hinaus soll eine Wohnanlage helfen, den Bedarf für preisgedämpften Wohnraum im linksrheinischen Düsseldorf zu decken und dabei auch dazu beitragen, die gemeindliche Arbeit in unserer Gemeinde langfristig mitzufinanzieren.

Gottesdienste
Die Verkündigung in Wort und Musik ist von zentraler Bedeutung. Vorbereitung und Durchführung der Gottesdienste geschehen mit viel Sorgfalt und dem Anspruch, die bei der Gemeinde bekannten und vertrauten Traditionen zu wahren und gleichzeitig auch immer wieder neue Elemente in unsere Gottesdienste einzubringen, neue Gottesdienstformate zu erproben oder besondere Zielgruppen anzusprechen:Gottesdienst mit Bibliolog, Taizé-Gottesdienst, Liturgische Nacht, Gedankenpause, Tauferinnerungs-Gottesdienst, Poetry-Gottesdienst, Jugendnacht,
Diakoniegottesdienst, Goldkonfirmation, Kantaten-Gottesdienst, Evensong in enger Kooperation mit der katholischen Antoniusgemeinde als Projekt der Ökumene. Seit 2021 finden von Mai bis zu den Sommerferien bei entsprechendem Wetter Open-Air-Gottesdienste auf dem Platanenplatz vor der Kirche statt.

Schwerpunkt Arbeit mit Kindern und Jugendlichen
Vom Gottesdienst für kleine Leut’, Kindergartengottesdiensten, Spielgruppen, Kindergottesdienstprojekten, Schulgottesdiensten, Kinderbibelwoche in den Herbstferien, Kindergruppen, Konfirmationsunterricht, Jugendfreizeiten und dem offenen Jugendtreff bieten wir ab dem Krabbelalter ein auf die verschiedenen Altersgruppen abgestimmtes Programm in gemeindlicher Trägerschaft an. Voller Überzeugung, dass diese Arbeit für die Zukunft von Kirche und unserer Gemeinde essentiell ist, halten wir für die Aufrechterhaltung dieses Angebots an einer hauptamtlichen Jugendleiterstelle in vollem Umfang fest, weil nur durch eine kontinuierliche Bezugsperson die Kinder und Jugendlichen eine Beziehung zu ihrer Gemeinde und ein Heimatgefühl entwickeln und eine lebenslang wirksame Prägung erhalten können.

Schwerpunkt Kirchenmusik
Der im Jahr 2020 eingestellte Kantor leitet die Kantorei Oberkassel (Kantaten-Gottesdienste, Aufführung von Passionen und anderen Orchesterwerken) und die Schola (Seniorenchor). Er wird bei seiner Arbeit von einem nebenamtlichen CMusiker unterstützt. Die im Jahr 2004 neu eingebaute romantische Sauer Orgel gibt jedem Gottesdienst einen besonderen musikalischen Glanz und ermöglicht auch die Aufführung großer Orgelwerke. Weiterhin gibt es einen Gospelchor unter gesonderter Leitung und einen Bläserkreis unter ehrenamtlicher Leitung. Alle
Ensembles tragen regelmäßig zur besonderen Gestaltung der Gottesdienste bei. Diakonische Arbeit /Seelsorge Unser zu festen Zeiten geöffnetes Gemeindebüro ist Anlaufpunkt für alle an die Gemeinde gerichteten Anliegen und Ort für Begegnung und Gespräche zwischen Gemeindemitgliedern, Haupt- und Ehrenamtlichen. Besuchsdienst, Betreuung, Kontaktpflege, Beratung und soziale Hilfe: Alles das geschieht in enger Zusammenarbeit mit der Diakonie Düsseldorf und den städtischen Einrichtungen. Eine zunehmende Vernetzung der Angebote und Menschen untereinander im Stadtteil wird durch die seit 01.01.2022 von unserer Gemeinde mitfinanzierten Quartiersentwicklerin verfolgt.

Finanzen
Eine vorausschauende Planung, die auch die oft schwierige Entscheidung zu Einschnitten umfasst, umsichtige Investitionen und eine solide Bewirtschaftung sind die Gründe für eine relativ stabile Finanzlage der Gemeinde.